26.9.13

Die Angst als ständiger Begleiter

El miedo como acompañante permanente

La cotidianidad periodistica en Honduras y la necesidad de la presencia internacional

La organización Reporteros sin Fronteras dice que Honduras desde hace algunos años es uno de los paises mas peligrosos para periodistas. Fuerzas de seguridad asesinando, impunidad, corridor de drogas, la taza mas alta de homicidios del mundo, 2009 el golpe de estado son las noticias de Honduras. La situación de derechos humanos es precaria, movimientos sociales y de indígenas estan reprimidos, periodistas de cualquier medio de comunicacion estan en peligro de ser asesinados o estan gravemente estorbados en su trabajo. Una evaluación de la situación de los derechos humanos en Honduras y proyectos internacionales de apoyo.

Discusión y canto con:

Karla Lara (moderadora de radio, activista de derechos humanos, Honduras)

Jutta Blume (periodista, Berlin)

Gemma Pörzgen (miembro de la junta directiva de Reporteros sin Fronteras, Berlin)

Erika Harzer (moderadora, autora, Berlin)

 

Miercoles, 2 de octubre 2013, 19:30 h
Fundacion Heinrich Böll, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Organizado por:
Fundación Heinrich Böll en cooperación con Reporteros sin Fronteras y Cadena de Derechos Humanos Honduras (CADEHO)

 

Idiomas: español/aleman con traducción simultanea

14.7.13

Honduras: Stimmen gegen den Ausverkauf des Landes

Foto-Interview-Buch, Din A5, 90 Seiten

HONDURAS – Selten schafft es das kleine zentralamerikanische Land in die internationalen Schlagzeilen. Da muss schon ein gewaltiger Hurrikan wie Mitch daherkommen und Millionen Menschen obdachlos machen, ein Staatspräsident im Pyjama aus dem Amt geputscht werden wie 2009 Manuel Zelaya oder bei einem Gefängnisbrand müssen mehr als 350 Insassen sterben wie 2012 in Comayagua. Solche Ereignisse werfen für Tage oder Wochen kurze Schlaglichter auf Honduras, ohne dass dabei jedoch politische Hintergründe geliefert werden. Ebenfalls herumgesprochen hat sich, dass Honduras die unrühmliche Statistik der Morde pro Einwohner anführt  und dass gewalttätige Jugend- und Drogenbanden Angst und Schrecken verbreiten.

Die Gewalt in Honduras ist jedoch keine Naturkatastrophe. Die horrenden Kriminalitätszahlen verschleiern, dass sich dahinter auch gravierende Menschenrechtsverletzungen verbergen, die in den Jahren nach dem Putsch nicht ab- sondern zugenommen haben. Ursache dafür sind politische wie wirtschaftliche Interessen, wie nationale und transnationale Investitionen in Minenprojekte, Wasserprivatisierungen, CO2-Emissionsgeschäfte, Tourismusmegaprojekte und Stadtstaatenmodelle. Die Projekte, die vorgeblich die wirtschaftliche Entwicklung befördern sollen, bedrohen die Existenz der indigenen Gemeinden und die Souveränität eines ganzen Landes - das sind die Fakten, über die hierzulande nahezu nicht berichtet wird.

Die Hondurasdelegation arbeitet seit 2009 als Kollektiv von Menschenrechtsaktivist_innen und Journalist_innen zusammen, um die Kolleg_innen in Honduras mit Veranstaltungen, Delegationen,
Öffentlichkeitsarbeit, Petitionen und Spendenaktionen zu unterstützen.

Bei unseren Besuchen in Honduras haben wir eine starke Widerstandsbewegung, mutige Journalistinnen und Journalisten und kämpferische Frauenrechtlerinnen kennen gelernt – sie alle richten sich gemeinsam gegen den Ausverkauf eines ganzen Landes, in dem schon heute fast alles den zehn reichsten Familien gehört.

2012 hat ein Teil von uns zwei Monate vor Ort mit den Radios der indigenen Organisationen COPINH und OFRANEH zusammen gearbeitet und recherchiert.

Entstanden ist eine Sammlung von zahlreichen Interviews und Fotos, die eine hierzulande und in den großen Medien unbekannte Perspektive auf die Geschehnisse in Honduras widerspiegeln und die von Todesdrohungen, Morden und dem Zusammenbruch von Demokratie und Rechtsstaat berichten.

Die Interviewten stehen für eine Bevölkerung, die sich seit 2009 im Widerstand befindet.

Das Buch kann unter der folgenden Email-Adresse bestellt werden: bestellung@mondial21.org
Preis Einzelexemplar: 5,00 € (zzgl. 1 € Versand Deutschland, 3 € Versand europäisches Ausland
Größere Bestellmengen auf Anfrage

16.6.13

Gegen die Unsichtbarkeit' - Fotoausstellung und Begleitprogramm zum Widerstand in Honduras

Berlin 2. - 31. Juli

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalderstr. 4, Berlin
Foyer und Robert-Havemann-Saal; Werktags von 10:00 - 17:00 Uhr & nach Vereinbarung

Begleitprogramm:

Programa paralelo:

Fr, 28.6., 19 Uhr Film: “¿Quién dijo miedo?”
(Doku Honduras/Argentinien 2010, 90 Min., Spanisch/Englisch)
Ort: FDCL/LN (Mehringhof, Aufgang 3, 5.Stock, Gneisenaustraße 2a)


Viernes, 28/6 a las 7:00 pm: Película “¿Quién dijo miedo?”
(Documental Honduras/Argentina 2010, 90 min., Español/Inglés)
Lugar: FDCL/LN (Mehringhof, Escalera 3, 5to piso, Gneisenaustraße 2a)
 
Di, 2.7., 19 Uhr: Ausstellungseröffnung
Vortrag und Diskussion zur aktuellen Menschenrechtslage in Honduras (Deutsch/Spanisch)
Referent_innen: Johannes Schwäbl, Jutta Blume
Ort: Haus der Demokratie, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4


Martes 2/7 a las 7:00 pm: Inauguración de la exposición
Presentación y charla sobre la actual situación de Derechos Humanos en Honduras (Alemán/Español)
Ponentes: Johannes Schwäbl, Jutta Blume
Lugar: Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, Sala Robert Havemann

 
Di, 30.7., 19:30 Uhr Film: „Wo der Tod Teil der Landschaft ist“
(Doku Österreich 2012, 37 Min., Spanisch/Deutsch) mit Vokü + Buchpräsentation: „Honduras: Stimmen gegen den Ausverkauf des Landes“
Ort: New Yorck 59 (Bethanien, Mariannenplatz 2, linker Seitenflügel)


Martes, 30/7 a las 7:30 pm: Película “La voz Lenca no se calla“
(Documental Austria 2012, 37 Min., Español/Alemán) + Vokü + Presentación de Libro: “Honduras: Voces contra la venta del país“
Lugar: New Yorck 59 (Bethanien, Mariannenplatz 2, ala izquierda) 

4.5.13


http://hondurasdelegation.blogspot.de/
Schrei nach Land

Ölpalmen, Landgrabbing und Repression in Honduras 

Film und Vortrag mit Giorgio Trucchi

Rund um den Globus nimmt die agroindustrielle Massenproduktion immer weiter zu. Von großen Agrarunternehmen werden auf dem Weltmarkt gefragte Produkte auf riesigen Flächen in Monokulturen produziert.
Ein Beispiel für die globalisierte Produktion von Agrarischen Rohstoffen ist Palmöl.  Palmöl ist als „Allroundmaterial“ in jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten, vor allem in Lebensmitteln, Kosmetika und Reinigungsmitteln. Der Boom der Agrotreibstoffe führte in den letzten Jahren zur starken Ausdehnung der Produktion für Biodiesel.

In Honduras will sich der Palmölkonzern Dinant des Agroindustriellen Miguel Facusse mit allen Mitteln neue Flächen aneignen. In den letzten Jahren wurden 88 Kleinbauern, Gewerkschafts-vertreter und Rechtsanwälte ermordet, die sich für den Landbesitz der Kleinbauern am Unterlauf des Rio Aguan einsetzten. Bewaffnete Sicherheitskräfte des Konzerns Dinant waren direkt in die Gewalttaten gegen die Bauernorganisationen verwickelt. Zuletzt wurden im Februar 2013 zwei Bauernaktivisten gefoltert und ermordet. Diese Missachtung von Menschenrechten in Honduras ist eine Folge des Militärputsches von 2009, mit dem sich Großgrundbesitzer und Konzerne zu den unbeschränkten Herrschern über das Lands machen wollten.

Extreme Menschenrechtsverletzungen und die Verbreitung von Monokulturen geschehen nicht einfach so ohne Einfluss von außen. Über Kreditanträge von Agro-Konzernen wie Dinant entscheiden die Vertreter der Bundesregierung als wichtige Anteilseigner der Weltbank mit. Genauso wichtig wie die Einmischung in finanzpolitische Entscheidungsstrukturen ist die öffentliche Thematisierung solcher Menschenrechtsverletzungen.

Giorgio Trucchi lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Zentralamerika. Er ist  Journalist/Korrespondent für die Nahrungsmittel-Gewerkschaft REL-UITA. In seinem Dokumentarfilm „Schrei nach Land“  zeigt er die Bedrohung, Unterdrückung und Kämpfe der Kleinbauern in der Region Bajo Aguan / Honduras und berichtet in seinem Vortrag über die Auswirkungen von Monokulturen, agroindustrieller Massenproduktion, das Engagement der Bauernorganisationen für den Erhalt ihres Landes, für Nahrungsmittelsicherheit und gegen die Vergiftung der Anbauflächen und die Kriminalisierung des Widerstandes. 


Wann und wo:

14.05.2013 um 19:30 Uhr

Veranstaltungsraum im FDCL, Aufgang 3, 5.OG
Gneisenaustr. 2a
10961 Berlin


4.3.13

INSIDE EL PORVENIR
Schweiz, Honduras 2011 · Regie: Erika Harzer, Rainer Hoffmann · 89 Min. spanisches Original mit deutschen Untertiteln · Versión original con subtítulos en alemán

Im Frühjahr 2003 sorgt das Gefängnis El Porvenir für Schlagzeilen auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Bei einem Massaker kamen 69 Personen ums Leben, 3 Besucher und 66 gefangene Mareros. Es war nicht das erste und auch nicht das letzte grausame Massaker in einem der honduranischen Gefängnisse. "Inside El Porvenir" ist ein Einblick ins Alltagsleben hinter honduranischen Gefängnismauern, beispielhaft erzählt von den vier Gefangenen Christian Arzú, Julio Bolton, Rosny Castellanos und José Antonio Flores.

Am Sonntag, den 10.3.2013 hat der Film "Inside el Porvenir" von Rainer Hoffmann ("Tanzträume") und Erika Harzer ("... und plötzlich sahen wir den Himmel") seine Berlinpremiere. Rainer Hoffmann und Erika Harzer werden  für ein anschließendes Filmgespräch anwesend sein.
Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Produktion: www.psfilm.ch
oder auf der Filmwebseite: www.elporvenir-film.com/index.php/film

7.11.12

Wir leben mit der Angst! 
Honduranische JounalistInnen
zwischen Arbeitsalltag und Todesdrohungen

Auch drei Jahr nach dem Putsch hat sich die Menschenrechtssituation in Honduras nicht verbessert. Neben VertreterInnen der sozialen Bewegungen trifft es besonders JournalistInnen und andere Medienschaffende. Mindestens 24 wurden seit 2009 ermordet, keiner dieser Morde wurde jemals aufgeklärt. bereits 2010 erklärte die internationale NGO "Reporter ohne Grenzen" Honduras zum weltweit gefährlichsten Land für JournalistInnen. Auch Frank La Rue UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit, kritisierte 2012 die allgemeine Straflosigkeit und die verbreiteten Todesdrohungen, beides schaffe ein Klima der Angst. Doch kritische JournalistInnen und RadiomacherInnen der sozialen Bewegungen lassen sich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nehmen. Einer von Ihnen ist der Radiosjournalist Felix Molina. Bereits direkt nach dem Staatsstreich hatte er den Mut, den Putsch als solchen zu bezeichnen, was in jenen Tagen lebensgefährlich war. Heute ist er Moderator und Produzent des Programms Resistencia (Widerstand), ein oppositionelles Radioprogramm für Nachrichten und politische Analysen, das täglich auf Radio Globo ausgestrahlt wird. Felix Molina reist durch ganz Honduras, um Menschen zu interviewen, die den politischen Widerstand in den Gemeinden organisieren, und die von anderen Nachrichtenredaktionen allzu oft ignoriert werden. Wegen seiner engagierten Arbeit erhält er regelmäßig Todesdrohungen. Für seine Arbeit wird Felix Molina 2012 mit dem US-amerikanischen Samuel Chavkin Prize für Integrität im Lateinamerikanischen Journalismus geehrt. 

Eine Podiumsdiskussion im taz Cafe, Rudi Dutschke Str. 23, Dienstag 20.11.2012 um 19 Uhr mit: 
Felix Molina (Radio Globo / Honduras), Jutta Blume (Mitglied der Journalistinnen Delegation 2012) und Dr. Michael Rediske (Vorstandssprecher Reporter ohne Grenzen e.V.) moderiert von Erika Harzer (Autorin und Dokumentarfilmerin).  

17.8.12

"Junkerland in Bauernhand!" AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT

am 14.September 2012 Fiesta und Fotoausstellung zur Unterstützung der
Gemeinden im Widerstand in Honduras. Seit dem Putsch 2009 verletzen Militärs und private Sicherheitskräfte der Großgrundbesitzer ungehindert die Menschenrechte im Bajo Aguan im Norden von Honduras. New York 59
im besetzten Teil von Bethanien am Mariannenplatz, ab 22 Uhr, Band: Tirando Terror (Psyco Surf Rock) und DJs u.a. DJ Papo Yoplack (Latin Ska-Rock, Cumbia y otras sabrosuras), Dj Amanda, Dj Carlos.

Situation im Bajo Aguan: Schon seit mehr als 50 Jahren kommt es zu gewaltsamen Übergriffen von Seiten der Großgrundbesitzer und des Staates auf die Kooperativen und landlosen Bauern und Bäuerinnen. 1992 wurde ein Gesetz verabschiedet, das zum einen eine immense Konzentration von Land in den Händen der wenigen Großgrundbesitzer förderte, die dadurch zu Agrarex-porteuren (Ölpalme!) wurden, zum anderen zielte es auf die Verringerung und den Verkauf kooperativen Landes ab. Die Vereinigte Bauernbewegung in Bajo Aguan (MUCA) wurde gründet, um ihr verlorenes Land zurückzugewinnen. Nach wiederholten Landbesetzungen durch die MUCA kam es zu massiven Angriffen und zu gewaltsamen Räumungen der Ländereien von Seiten der Großgrundbe-sitzer. Friedliche Annäherungsprozesse wurden wenige Tage nach dem Militär-putsch 2009 abgebrochen. Im Jahr 2011 kam es zu einer dritten massiven Militarisierung in der Region. Ca. 600 Soldaten und Polizisten sind in die Gegend entsandt worden. Seit 2009 wurden mehr als 60 Morde im Zusammenhang dieses Landkonfliktes registriert. Durch Verfolgung, Einschüchterung, Folter und Diffamierung der Bauernbewegung soll jeglicher organisierter Widerstand in der Region gebrochen werden.

¡¡¡PORQUE LA TIERRA NO SE VENDE, SE RECUPERA Y SE DEFIENDE!!!